Den anderen sagen, dass jemand gestorben ist

Die engsten Menschen rufst du an. Für alle anderen - Nachbarn, Kollegen, den Verein, die Familiengruppe - schreibt man eine Nachricht und formuliert sie dreimal um.

Es gibt keine richtige Formulierung. Es gibt nur eine, die du nicht selbst finden musst.

Wenn du gerade nicht mehr kannst: Die Telefonseelsorge ist rund um die Uhr da, kostenlos und anonym. 0800 111 0 111

Mehrere Zeilen, weil Angehörige üblicherweise in Gruppen stehen: erst die Ehepartnerin oder der Ehepartner, darunter die Kinder, darunter die Enkel. Das ist Gewohnheit, keine Regel - aber sprecht vorher kurz darüber, wer wo steht.

Nur der Name ist nötig. Alles andere darfst du weglassen - eine kurze Nachricht ist nicht weniger richtig als eine vollständige. Nichts davon verlässt dein Gerät.

Als Bild

Das Bild entsteht auf deinem Gerät und wird nirgendwo hochgeladen. „Teilen“ öffnet die Auswahl deines Handys, am Rechner wird stattdessen gespeichert.

Oder als Nachricht

Zum Einfügen in WhatsApp, Signal oder eine E-Mail

Wir nehmen Abschied von [Name].

Manche Menschen möchten Worte lesen und kein Bild. Beides ist richtig.

Drei Dinge, die dabei helfen

Und wenn Kinder dabei sind: Die brauchen kein Bild und keine Nachricht, sondern ein Gespräch. Was dabei hilft und welche Worte schaden, steht unter Einem Kind sagen, dass jemand gestorben ist.

Und die Zeitung?

Eine Traueranzeige in der Zeitung ist etwas anderes als diese Nachricht: Sie erreicht die Generation, die dort noch nachsieht, und sie folgt eigenen Gewohnheiten. Wie sie aufgebaut ist und warum die Reihenfolge der Namen der häufigste Streitpunkt ist, steht auf der Seite zur Traueranzeige.

Schick sie ab, wenn du so weit bist. Vorher nicht.